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orgen ist Heiligabend und ich bin noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung. Aus diesem Grund gibt es heute auch kein Weihnachtsoutfit von mir. Ich hatte mir schon schöne rote Kleider bestellt, mich für eines entschieden und dann doch alles über den Haufen geworfen. Genau eine Woche vor Heiligabend haben wir einem besonderen, liebevollen Menschen die letzte Ehre erwiesen und seit dem ist mein Weihnachtsfeeling komplett gestört.

Nun sitze ich Tag ein, Tag aus im Wohnzimmer, wo wir unseren wirklich schönen Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Dazu höre ich meine eigene, weihnachtliche Spotify Playlist – ein Mix aus weihnachtlichem Pop, den Schürzenjägern, polnischen Weihnachtsliedern und deutschem Weihnachts-Country. Das erstaunliche ist, dass Weihnachtslieder die einzigen Lieder sind, bei denen ich halbwegs den Text mitsingen kann. Und ‚Daylight‘ von den No Angels.

Wenn ich mich dann ganz besonders nach noch mehr Weihnachtsfeeling sehne, gieße ich mir einen Tee ein – Winterzeit von Teekanne. Den haben wir im Adventskalender von meinen lieben Geschwistern bekommen und er riecht so unfassbar gut. Wärmen tut er auch :)

So versuche ich die sonst so problemlos anwesende Weihnachtsstimmung in mir hervorzuholen. Aber dieses Jahr scheint es einfach anders zu sein.

Heiligabend bei meiner Familie

Morgen Abend ist dann wieder alles hoffentlich beim Alten. Wenn wir uns mit der Familie an Heiligabend treffen, zusammen vor dem Essen beten, den Opłatek (Oblaten) teilen und uns liebe Dinge für nächstes Jahr wünschen (je älter ich werde, desto mehr weine ich bei diesem Teil) – erst dann setzen wir uns zu Tisch.

An Heiligabend machen wir es noch wie vor Jahrzehnten in Polen üblich: auf dem Tisch landen ausschließlich vegetarische Gerichte – und davon sehr viele. Zum Beispiel gibt es als erstes ‚uszka z barszczem‘ (Tortellini mit Pilzfüllung in einer pikanten rote Beete Suppe – göttlich!), und dann gibt es ‚pierogi‘  (Maultaschen) mit zwei verschiedenen Füllungen, ‚gołąbki‘ (Krautrouladen mit Reis und Pilzen) und viele weitere Gerichte.

Was es bei uns an Heiligabend nicht gibt: Alkohol. Das hat meine Mutter aus ihrem Zuhause mitgebracht und es vermisst auch keiner von uns. Dazu muss man sagen, dass es in unserem Haus Alkohol nie üblich war – eher eine Rarität zu besonderen Anlässen, wie Silvester. Das wird durchaus ein Grund dafür sein, weshalb ich bis heute noch nie betrunken gewesen bin.

Nach dem Essen singen wir gemeinsam Weihnachtslieder. Das ist besonders schön, weil wir daraus eine Art Spiel machen. Danach folgt die Bescherung – ein besonders wilder Moment, da ich noch kleine Geschwister habe, die sich über alles SEHR LAUT freuen können :D Zum Schluss machen wir uns gegen 22 Uhr auf zur Kirche.

Die nächsten beiden Feiertage verbringen wir immer mit den Familien. Bis dann auch Weihnachten wieder vorbei ist. Wobei das nicht ganz stimmt. Bei den Polen ist es üblich die Weihnachtsdeko bis zum 2. Februar zu behalten und bis dann werden auch Weihnachtslieder in der Kirche gesungen. So habe auch ich als Spätzünder dieses Jahr die Möglichkeit noch in Weihnachtsstimmung zu kommen :)

Frohe Weihnachten, meine lieben Leser-Freunde! Von Herzen nur das Beste,
Eure Ela

Outfit:
Strumpfhose – ’nur die‘ Ultra-Blickdicht 80
Rock* & Bluse* – elvi
Jacke – alt

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2 comments

Antworten

Ich musste so lachen, als ich den“Daylight“-Part von den No Angeks gelesen habe ?

Antworten

Liebe Ela,

du heißt wie meine Mama♡

Als ich deinen aktuellen Post gelesen habe , war es wie Zuhause. Ich bin auch Polin, aber eine Ola. Und bei uns gibt es auch Barszcz und Uszka. Und Pierogi ♡

Ich wünsche Dir und Deiner Familie zauberhafte Weihnachten ♡

Ola

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